Friedhof Bad Boll

Eine kleine Ecke auf dem Bad Boller Friedhof ist jetzt auch ein Stück Natur. Es wachsen dort Königskerzen und Disteln für den Distelfink, der gerne die Distelsamen im Winter als Nahrung nimmt.

 

 

 

 

 

 

 

Lieber NABU, immer wieder stellen wir als Anwohner am Ortsausgang von Bad Boll nach Dürnau ( gegenüber Wilhelmshöhe auf der anderen Straßenseite ) fest, dass Hecken vollständig niedergemetzelt werden, in immer kürzeren Abständen , vermutlich von Traktoren der Gemeinde Bad Boll, ( Dürnau) . Ist das wirklich nötig in unseren Zeiten, in denen sämtliche Tierbestände zurückgehen? Das sind die letzten Rückzugsgebiete von Tieren , wie Vögel, Insekten,- auf ansonsten " leeren " und gedüngten Feldern ( abgesehen von unserem Garten, in dem zum Glück , die Bäume und Sträucher auch immer höher wachsen!!! Heute ( 28.08.2019 ) wurde wieder alles " niedergemacht" , Bauer oder Gemeinde sollten sich was schämen!!! Habe zwei Fotos gemacht,als Beweis. Vielleicht interessieren Sie ( NABU) sich für diese Zerstörung an Tierlebensraum und könnten sich ( NABU) darum kümmern. ( Verfasser ist NABU Bad Boll bekannt)

 

Sehr geehrte Frau Niemann-Khaliefi,

 

der von Ihnen eingestellte Artikel im Mitteilungsblatt der KW 36 (Artikeldruck siehe Anlage) wird in dieser Form nicht veröffentlicht.

Wir bitten um Verständnis.

 

Der Hinweis zum NABU-Treffen wird veröffentlicht.

 

Gerne können Sie Ihre Anregungen direkt gegenüber der betreffenden Gemeindeverwaltung äußern.

Auf dem beigefügten Bild lässt sich nicht zweifelsfrei erkennen, um welche Gemarkung es sich handelt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Carina Bühler

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BÜRGERMEISTERAMT BAD BOLL
Carina Bühler
Haupt- und Finanzverwaltung
Hauptstraße 94
73087 Bad Boll
Tel. (07164) 808-13
Fax (07164) 808-33
E-Mail CBuehler@bad-boll.de

 

Besuchen Sie unsere Internetseite
www.bad-boll.de

 

Sehr geehrte Frau Niemann-Khaliefi,

wir haben den Text für den Artikel noch einmal neu formuliert. Der ursprüngliche Text war ja nicht mit der Absicht auf eine Veröffentlichung formuliert worden. Wir haben auch noch ein neues Foto aufgenommen, auf dem die Lage besser zu erkennen ist.
Übrigens haben wir, als am nächsten Tag die Arbeiter der Gemeinde Bad Boll kamen, um ihr Werk fortzusetzen, mit den Arbeitern gesprochen. Diese haben daraufhin sich begnügt, den Durchfluss an der Straße von dem Brombeergestrüpp zu befreien.
Außerdem haben wir die Angelegenheit an das Umweltschutzamt in Stuttgart gemeldet, die jetzt das Landratsamt gebeten hat, sich um die Angelegenheit zu kümmern.
Mit freundlichen Grüßen
Text:
Zerstörung von Lebensraum seltener und geschützter Tierarten in Bad Boll

Am Ortsausgang Richtung Dürnau befindet sich auf der Höhe des Ortsschildes unterhalb der Straße Richtung Norden ein schmaler Wasserlauf, der links und rechts von einer natürlichen Hecke und mehreren Bäumen gesäumt wird. Schon seit einigen Jahren beobachten wir, dass in immer kürzeren Abständen und immer radikaler von der Gemeinde Bad Boll hier abgeholzt wird, zuletzt erst wieder Ende August dieses Jahres. Mit schwerem Gerät wurde wieder alles Gesträuch bis auf den Erdboden niedergemäht und völlig Tabula rasa hinterlassen, nur die Bäume blieben unangetastet. Dass der Wasserabfluss unterhalb der Straße vom Brombeergestrüpp freigehalten werden muss, ist nachzuvollziehen. Dass auch die restlichen ca. 200 Meter Hecke gleichzeit völlig niedergemetzelt werden, ist uns aber völlig unverständlich. Der Wasserlauf, der nur nach Regenzeiten Wasser führt, war in seinem Fluss nie durch das Gestrüpp beeinträchtigt. Mit dem Abholzen der Hecke wird gleichzeitig der Lebensraum von vielen seltenen und z.T. auch geschützten Tierarten zerstört. Die Hecke ist Lebens- und Schutzraum von Säugetieren (Igel, Spitzmaus, Fuchs), Vögeln (Eichelhäher, Grünspecht, Buntspecht, Elster, Distelfink), Reptilien (Frösche, Kröten, Eidechsen, Blindschleichen) und Insekten (Libellen, Hornissen, Bienen).  Das Abholzen der Hecke, zumal noch

innerhalb der gesetzlichen Schonzeit vom 1. April bis 30. September, ist unserer Ansicht nach ein schwerer Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Eine Gemeinde, die sich den Naturschutz auf ihre Flaggen geschrieben hat, sollte sich überlegen, wie sie sorgsamer mit der Natur umgeht!

 

Sehr geehrte Frau Niemann-Khaliefi , Ihr für die KW 38 eingestellter Artikel " Zerstörung von Lebensraum " kann nicht veröffentlicht werden. Der Sachverhalt ist derzeit in Klärung mit der zuständigen Fachkraft der Naturschutzverwaltung des Landratsamtes Göppingen , Maximilian Groh. Mit freundlichen Grüßen Manuela Goll CC. Bührle, Milde

 



Willkommen beim NABU Bad Boll

Mädesüß ( Filipendule ulmaria) gehört zu den Rosengewächsen. Der Name ist wahrscheinlich wegen dem süßen Geruch entstanden. Mede ist der alte Begriff für Grasland. Der Geruch lockt Bienen und auch Käfer , wie der wunderschöne gold- und grüne Rosenkäfer an.

Königskerzen

Für Mensch und Natur

Die Königskerzen ( Verbascum ) können über 2 m hoch werden. In der Heilkunde wird die Königskerze bei Husten , Allergien, Magen- Darm Beschwerden eingesetzt. Die Königskerze bietet Schmetterlingen, Hummeln, Fliegen und vielen Käfern , Nahrung.

Unsere Honigbienen

Unsere fünf Bienenstöcke stehen in Bad Boll, Eckwälden, Zellu.A. Vier Völker sind Ableger und benötigen ihren Honig zum Aufbau ihrer Völker.

In der USA gibt ein Volk bis zu 100 kg Honig im Jahr. Die Ausbeute ist so groß , wil die Haltungsbedingungen nicht tiergerecht sind. Bei uns gibt ein Volk bis etwa 30 kg Honig om Jahr. Werden die Bienen nach BIO- Richtlinien betreut, so nimmt man nur circa 10 kg Honig im Jahr von den Bienen und lässt den Bienen den restlichen Honig für den Winter. Eine Biene , die nur von Zuckerwasser lebt, hat eine Lebenserwartung von 21 Tagen, mit Honig von 27 Tagen.

Für ein Glas Honig muss eine Biene ca. 40 000 mal ausfliegen.

Foto: I. Niemann-Khaliefi
Foto: I. Niemann-Khaliefi