Pflanzung von Elsbeere und Eiche

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ELSBEERE, Sorbus torminalis

Die Elsbeere ist ein heimischer Laubbaum. Ihre Beerenstände ähneln den Vogelbeeren, sind aber schon bis Mitte Oktober allesamt von den Tieren vernascht. Ein wichtiger Nahrungsgeber in der Natur also. Das ist noch nicht alles: Mit zur Sorbusfamilie gehören die engen Verwandten Speierlingsbaum, Vogelbeere und Mehlbeere. Wir hier in Bad Boll können dieser selten vorkommenden Baumart leicht begegnen, weil das Bad Boller Forstamt sich seit Jahrzehnten sehr um Elsbeerbestände bemüht.

Ihr Erscheinungsbild ist stets besonders: Innerhalb einer Woche nur schlagen nicht nur die lichtgrünen Blätter aus, sondern wachsen auch Zweige bis zu 50 cm mitsamt den später blühenden Blütenständen. Da kann man sagen: Dieser Baum schlägt gewaltig aus! Sie hat enorme Herbstfärbung und ein abgeschnittener Zweig für einen Blumenstrauß verblüfft: Irgendwann vertrocknet er doch, aber die Blätter bleiben grün und in Form. Bis zu einer gewissen Dicke sind Stamm und Äste silbern-glatt, aber dann sieht sie denen der Eiche ähnlich, aber mehr feinschuppig wie Birnen- oder Apfelbaumrinde.

Es gibt eine Infotafel, die zum Glück an das schönste und größte Exemplar gebunden ist. Dieser Baum steht im Wirtschaftswegedreieck am Turmbergsattel, neben einem Mammutbaum; dort, wo das Königssträßle (von Eckwälden hochkommend) die Grünbrücke der Autobahn erreicht. Im Turmbergwald selbst hat es auch schon größere Elsbeeren. Im Boller Wald an der Boller Heide und am Höhenweg nach Eckwälden (ehemals „Lindewirtswald“) sind zahlreiche jüngere Elsbeeren zu entdecken: Das 3-fach gezähnte Laub und im Erscheinungsbild dem des Ahorns ähnlich lässt Mitbewerber durchaus ausscheiden!

Manche Baumschule hat Elsbeerbäume im Sortiment.

Foto und Text: Kay Großwendt

 

 

Wir haben eine Elsbeere (Sorbus torminalis) im Naturschutzgebiet unterhalb der Silberpappel pflanzen lassen. Zu den Sorbusarten wie die Elsbeere gehört auch der Speierling, die Mehlbeere und die Vogelbeere. Die überreifen Früchte der Elsbeere sind bei den Vogelarten, die bei uns überwintern, sehr beliebt. Die Blüten ziehen viele Insekten an. Der Baum verträgt Trockenheit, er gilt dadurch als ein idealer Baum bei der Klimaerwärmung.

Die Elsbeere stammt aus biologischen Anbau von Kay Großwendt, der sie für uns auch gepflanzt hat.Der Baum kann bis 30 m hoch und bis 300 Jahre alt werden.

 

Eiche

Wir haben wieder eine neue Stieleiche am Pliensbacher Weg in Bad Boll gepflanzt. Die alte Stieleiche, die dort gestanden hatte, musste vor Jahren gefällt werden. Diese Stieleiche, ein Baumdenkmal, war vielen Bad Bollern bekannt als Eiche, die vom  Blitz getroffen, teilweise abgestorben und nur noch halbseitig belaubt war.

Die neue Stieleiche hat Herr Reich, Förster in Bad Boll, für uns bestellt. Vielen Dank dafür.

Die Stieleiche kann über 1.000 Jahre alt werden. Erst nach mehr als 60 Jahren trägt sie keimfähige Eicheln. Eine 100-jährige Eiche wandelt pro Jahr in ihren rund 150.000 Blättern rund 6.000 Kilogramm Kohlendioxid in ganze 4.500 Kilogramm Sauerstoff um. Mit dieser Menge deckt die Eiche den Jahresbedarf an Sauerstoff von 11 Menschen.

Durch die Absorption des schädlichen Kohlendioxids wird der sogenannte Treibhauseffekt gemindert, der für die gefürchtete Erderwärmung verantwortlich gemacht wird. Die Eiche, wie viele andere Laubbäume auch, filtert mit ihrer großen Blattfläche jährlich bis zu einer Tonne Staub nebst den dazugehörigen Schadstoffen aus der Luft.

Eichen werden bis zu 40 Meter hoch. Jährlich wächst die Eiche gerade mal 4 Zentimeter in die Höhe.

(Aus dem Buch: Wildnis Eiche von Solvin Zankl, Mario Ludwig)

Die Eiche lebt in einer anderen Dimension von Zeit. Was sind schon 100 Jahre im Leben einer Eiche? Für den Menschen ist es seine Lebenszeit. Alte Bäume müssen geschützt werden, sie dürfen nicht leichtfertig für Straßenbau, Wohnbebauung und neue Industrieanlagen geopfert werden.

Unsere Vorfahren haben für uns Bäume gepflanzt und wir sollten es für unsere Nachkommen auch tun.

Wenn man eine Eiche pflanzt, darf man nicht die Hoffnung hegen, nächstens in ihrem Schatten zu ruhen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900 - 1944)

 

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